Presseberichte


Wertschätzung für Tradition - Circus Nock erhält Geld aus Swisslos Fonds

Der Circus Nock erhält 70'000 Franken aus dem Swisslos-Fonds für seine aktuelle Produktion «bravo – bravissimo».

58 Kulturprojekte im Kanton Aargau erhalten im zweiten Quartal 2018 einen Beitrag oder eine Defizitgarantie aus dem Swisslos-Fonds. Insgesamt hat der Regierungsrat fast 1,7 Millionen Franken gesprochen. Einer der grösseren Beträge geht dabei ins Fricktal. Der Circus Nock erhält für sein aktuelles Programm «bravo – bravissimo» 70 000 Franken. In Bern, wo der Circus Nock noch bis heute gastiert, ist die Freude über den Entscheid gross. «Er zeigt uns, dass der Zirkus vom Kanton Aargau als eines der ältesten Kulturgüter anerkannt und geschätzt wird», sagt Nock-Mediensprecherin Andrea Weiss.

Sie sieht im Beitrag aus dem Swisslos-Fonds auch eine «Wertschätzung für die 158-jährige Familientradition des Circus Nock». Aufgrund der stetig steigenden Produktionskosten werde es für einen Zirkus «in unserer Grösse und Qualität» immer schwieriger zu überleben, so Weiss weiter. Um dem Publikum weiterhin eine gute Show bieten und die Familientradition weiterführen zu können, «sind wir für diese grosszügige Unterstützung sehr dankbar».Wie Weiss weiter ausführt, hat der Circus Nock dieses Jahr erstmals einen Antrag auf Unterstützung eingereicht. «Wir sind der Meinung, dass so ein traditionelles Kulturgut in der heutigen digitalen Welt nicht verschwinden darf», betont die Nock-Sprecherin. Dies sei neben den steigenden Produktionskosten der Grund gewesen, weshalb sich der Circus Nock um die Unterstützung durch den Swisslos-Fonds bemüht habe.Mercedes Lämmler, wissenschaftliche Mitarbeiterin beim kantonalen Departement für Bildung, Kultur und Sport, sagt: «Dem Kanton ist das Weiterbestehen der zwei grossen Aargauer Zirkusse wichtig.» Deshalb habe man den Circus Nock und den Circus Monti mit Beiträgen unterstützt.

Positives Feedback des Publikums

Nach knapp drei Monaten auf Tournee ist das Feedback des Publikums laut Weiss positiv. Am meisten Reaktionen zeigten sich jeweils beim fliegenden Trapez und dem «Globe of Death», der Nummer, in der sechs Motorräder in einer Kugel fahren. Trotz dem positiven Feedback seien die Besucherzahlen jedoch eher rückläufig, fügt die Nock-Sprecherin an. Das habe wohl auch mit einem Überangebot an Events und Freizeitmöglichkeiten zu tun. Im Juli und August gastiert der Circus Nock hauptsächlich im Tessin und im Kanton Graubünden. In die Region kehrt er ab Mitte September zurück. Bis zum Saisonende folgen dann Gastspiele in Windisch, Basel, Liestal und Aarau.

Quelle; Aargauer Zeitung


Tödlicher Unfall beim Cirque du Soleil

Bei einer Vorführung des Akrobatik-Ensembles «Cirque du Soleil» ist es zu einem traurigen Zwischenfall gekommen. Ein Mitarbeiter stürzte während der Show schwer und erlag wenig später seinen Verletzungen. Während einer Vorstellung des Cirque du Soleil in Tampa im US-Bundesstaat Florida ist es zu einem tragischen Zwischenfall gekommen. Ein Artist stürzte während der Vorführung schwer und erlag wenig später seinen Verletzungen. Er fiel bei einer Nummer, bei der er an Bändern über der Bühne hing. Der Unfall ereignete sich laut «Fox News» am Samstagabend. Über Twitter bestätigte der Cirque du Soleil den Tod eines Artisten. Es handle sich dabei um den Franzosen Yann Arnaud, einem Ring-Turner mit 15-jähriger Erfahrung bei dem kanadischen Akrobatik-Ensemble. «Die ganze Familie des Cirque du Soleil steht unter Schock und ist von dieser Tragödie erschüttert. Yann Arnaud war seit über 15 Jahren bei uns und wurde von allen geliebt, die die Chance hatten, ihn kennenzulernen», heisst es in einer Mitteilung. Augenzeugen des Vorfalls schildern, dass Arnaud rund vier Meter über dem Boden turnte, als es zum Sturz kam. Als sich die ersten Rettungskräfte um ihn kümmern konnten, habe er bereits regungslos am Boden gelegen und keinerlei Reaktionen mehr gezeigt. Zwei noch ausstehende Auftritte in Tampa wurden abgesagt. Bereits 2013 war eine Akrobatin des Cirque du Soleil ums Leben gekommen, als sich ihre Sicherheitsleine während einer Aufführung löste.

Quelle; Blick


Circus Royal 2019 mit Raubtieren UND Elefanten?

Direktor Oliver Skreinig liess in der Manege des Circus Royal schon Löwen und Tieger auftreten. Für ihn gehört dies zur Zirkuskultur. Das passt Tierschützern nicht: Sie wollen Wildtiere aus dem Zirkus verbannen.

Aishada senkt den Kopf zur Wiese und rupft genüsslich am Gras auf dem Wettinger Zirkusplatz. Oliver Skreinig steht daneben und krault dem Kamel den Rücken. Skreinig, 38, jüngster Zirkusdirektor der Schweiz und seit 1998 beim Circus Royal unter Vertrag, blinzelt in die Morgensonne. «Das Zusammenleben zwischen Mensch und Tier ist ein wichtiger Teil unserer Zirkuskultur», sagt er. «Die wollen wir unbedingt aufrechterhalten.» Für seine Einstellung zum Thema Wildtiere in Zirkusmanegen stand Skreinig immer wieder in der Kritik. Im vergangenen Jahr war er mit einer Tigernummer unterwegs, vor zwei Jahren liess er Löwen in seiner Zirkusshow auflaufen. Heuer beschränkt er sich auf die Tiere aus dem zirkuseigenen Streichelzoo: Kamele, Nandus und afrikanische Watussi-Rinder, die drüben im Tierzelt im Stroh liegen und den ruhigen Morgen vor der Nachmittagsvorstellung geniessen. Schon nächstes Jahr aber will Skreinig wieder Raubkatzen in die Schweiz holen.

Geht es nach dem Willen der Stiftung Tier im Recht (TIR), kann sich der Zirkusdirektor seine Pläne abschminken. Gemeinsam mit den Tierschutzorganisationen ProTier und Vier Pfoten hat TIR gestern beim Bundesrat eine Petition deponiert, die ein Verbot für Wildtiere in Schweizer Manegen verlang. 70'676 Unterschriften haben die Tierschützer gesammelt, um dem «Leid der unfreiwilligen tierischen Artisten» ein Ende zu setzen. Betroffen wären nichtdomestizierte Tiere wie Elefanten, Raubkatzen oder Seelöwen. Weiterhin erlaubt wären seit je an Menschen gewöhnte Arten wie Pferde, Ziegen oder Hunde. Und Aishada, das Royal-Kamel? «Ein Grenzfall», sagt  Vanessa Gerritsen, stellvertretende Geschäftsleiterin bei TIR. Es gehe jetzt erst einmal darum, die Diskussion anzustossen. Über die Details müsse man dann später entscheiden. Auch zur Frage, wieso TIR nur gegen Zirkusunternehmen vorgehe, aber etwa die Seelöwen-Zmorge-Shows im Connyland toleriere, sagt Gerritsen: Man wolle jetzt erst einmal «die Spitze des Eisbergs brechen». Gerritsen steht in einem Raum der Pädagogischen Hochschule in Zürich, hinter ihr die aufgestapelten Kisten mit den Unterschriftenbögen, bedruckt mit einem traurig dreinblickenden Löwen und dem Spruch: «Für deinen Spass leide ich ein Leben lange. Keine Wildtiere im Zirkus!» Vor ihr auf dem Boden ein Schosshund, der einer der vielen Mitarbeiterinnen gehört, die gekommen sind, um den «sehr wichtigen Tag» zu feiern. «Sehr wichtig» deshalb, weil in den Augen der Tierschützer endlich etwas getan werden muss gegen Wildtiere in Schweizer Manegen – sprich: gegen den Circus Royal, den einzigen Schweizer Zirkus, der seine Zukunft mit Wildtieren plant. Der Circus Knie, der früher für seine Elefantenshows bekannt war, hat die grauen Riesen 2015 aus der Manege verbannt. In jüngerer Vergangenheit gab es mehrere erfolglose Versuche, den durch die Wildtierverordnung bereits streng reglementierten Wildtier-Auftritten im Zirkus einen Riegel zu schieben. Seit 2013 wurden fünf Vorstösse im Parlament eingereicht und zwei Strafanzeigen gegen den Circus Royal erhoben, beide von TIR: die erste im August 2016 gegen die Löwenaufführung, die zweite im April 2017 gegen die Tigernummer. Die Staatsanwaltschaft gab den Tierschützern im ersten Fall eine Abfuhr, der zweite Entscheid ist noch hängig. Mit der Petition will TIR den Druck erhöhen. 26 europäische Länder hätten bereits Wildtierverbote oder starke Einschränkungen, betont Gerritsen. Die Schweiz hinke trotz den geltenden Tierschutz- und Wildtierverordnungen hinterher. Deren Mindestanforderungen an die Grösse des Geheges sei «an der Grenze zur Tierquälerei», sagt Gerritsen. «Von Zirkussen darf die Grenze sogar um bis zu 30 Prozent unterschritten werden.» Zudem würden die ständigen Standortwechsel bei den Tieren grossen Stress verursachen, genau wie die Dressur durch oft dominant auftretende Dompteure. «Im Zirkus kommt es häufig zu Erniedrigungen. Tiere werden verkleidet, versachlicht, vermenschlicht. Das ist unwürdig, ganz egal, ob das Tier selber etwas davon mitbekommt oder nicht», betont die Juristin. Der Circus Royal halte sich an die geltenden Verordnungen und werde jährlich rund 50-mal von Veterinärämtern kontrolliert. Ein vom eidgenössischen Veterinäramt in Auftrag gegebenes Gutachten sei zum Schluss gekommen, dass es den Raubkatzen im Royal in den vergangenen Jahren prima ging. Und auch der Schweizerische Tierschutz stellt dem Royal punkto Tierhaltung ein «akzeptables bis gutes» Zeugnis aus. Zu den konkreten Vorwürfen von TIR sagt Skreinig, die Transporte verursachten keinen Stress, das hätten Studien gezeigt. «Und die immer neuen Orte sind für die Tiere eine willkommene Abwechslung.» Zudem könne man ihm glauben, dass er hart gegen jeden vorgehe, der sich nicht voll für das Tierwohl einsetze. 2008 habe er ein dänisches Artistenpaar angezeigt, das im Circus Royal mit einer Hundenummer gastierte. «Ich habe ein Auftrittsverbot für die beiden erwirkt, obwohl mir das selber einen Strich durchs Zirkusprogramm gemacht hat», sagt Skreinig.

Den europäischen Trend hin zu Wildtierverboten in Zirkussen, von dem die TIR-Vertreter sprechen, sieht er nicht. «Die Beschwörung dieses vermeintlichen Trends zeigt nur, wie oberflächlich sich TIR mit dem Thema befasst. Das generelle Verbot in Rumänien, das sie als Beispiel bringen, gilt beispielsweise nur für staatliche Flächen in Bukarest.» Er sei immer wieder «schockiert», wie wenig Ahnung die TIR-Juristen von ihrer Materie hätten. Ähnlich schockiert ist Gerritsen von Skreinigs Weigerung, mit der Zeit zu gehen. «Dass der Circus Royal in Zukunft wieder mit Raubkatzen auftreten will, ist eine Enttäuschung», sagt sie. Noch mehr provoziert dürften sich die TIR-Juristen fühlen, wenn Skreinig seinen grössten Coup für die Saison 2019 tatsächlich aufgleisen kann: «Noch ist nichts sicher, aber ich bin in Verhandlungen mit einer Elefantennummer», sagt der Zirkusdirektor voller Vorfreude. Ob die grauen Riesen mit ihrem eindrücklichen Getrampel die Vorwürfe gegen seinen Zirkus vergessen machen können, wird sich erst noch zeigen. Wenn die TIR-Petition ihr Ziel erreicht, ist Schluss mit lustig für Skreinigs tierische Vorlieben. Vielleicht müsste dann auch Kamel Aishada frühzeitig in Pension. Just, als der Zirkusdirektor über den Verlust spricht, den das für ihn bedeuten würde, hebt das Tier seinen mächtigen Kopf und schüttelt die Zotteln. Was es damit wohl sagen wollte?

Quelle; Aargauer Zeitung


Circus Knie präsentiert erstmals Drohnen Dressur

Helga Schneider, ein Drohnenschwarm und Freiheitsdressuren mit Lamas und Pferden: In wenigen Wochen feiert der Circus Knie mit seinem neuen Programm «Formidable» Premiere in Rapperswil.

Früher brachten die Stars in der Manege mehrere Tonnen auf die Waage, die jüngsten Artisten der Circus Knie-Familie wiegen nicht einmal mehr fünfzig Gramm. In der neuen Spielzeit, welche am 15. März in Rapperswil beginnt, werden erstmals Mini-Drohnen durch das Zirkuszelt fliegen. Die kleinen Fluggeräte werden im Schwarm choreografiert durch das Zirkuszelt fliegen und dabei dank ihrer eingebauten LED-Lichtlein eine spezielle Stimmung schaffen. «Meine Frau Linna Sun und ich werden dazu eine Akrobatik-Nummer» zeigen, erzählt Franco Knie jun. auf Anfrage der ZSZ. Sein Sohn, der zwölfjährige Chris Rui, werde sie dabei auf dem Digitalpiano musikalisch begleiten.

Die «Synthetic Swarm»-Drohnen sind eine Schweizer Erfindung: Die Entwickler haben ihr Fachwissen an ETH Zürich erlangt. Heute arbeiten sie für Verity Studios im zürcherischen Schlieren, wo die Drohnen gebaut und programmiert werden.
In Video entdeckt
«Wir sind sehr technikaffin und wollen Jung und Alt zum Staunen bringen», meint Franco Knie jun. auf die Frage, wie man auf die Idee von Drohnen im Zirkuszelt gekommen sei. Entdeckt haben er und sein Sohn die «Synthetic Swarm»-Drohnen in einem Video. Die US-Metalband Metallica hat etwa auf ihrer vergangenen Tour bereits auf das System gesetzt. Drohnen sollen den klassischen Zirkus mit Tierdressuren und viel Akrobatik aber nicht ablösen. «Wir wollen einfach eine gute Mischung bieten», sagt der Vertreter der grossen Knie-Familie. Moderne habe man schon immer ins Zelt gebracht. Im Chapiteau des Circus Knie konnte das neue Drohnensystem bisher noch nicht getestet werden. Etwas Nervosität ist deshalb bei Franco Knie jun. spürbar: «Die Technik für die Drohnen muss an jedem Spielort neu justiert werden, damit sie sich autonom im Zelt bewegen können.» Mit einem von der Firma eigens entwickelten Indoor-Positionierungssystem kennen die Drohnen jederzeit ihre Position im Zelt.
Bekannte Komikerin
Nebst den hochmodernen Drohnen setzt Knie in seinem Programm 2018 auf klassische Zirkuskunst mit Akrobatik, Tieren und Humor. Unter dem Motto «Formidable» treten mit Helga Schneider (in der Deutschschweiz) und Marie-Thérese Porchet (Romandie/Tessin) zwei bekannte Schweizer Komikerinnen im Zirkuszelt. Regula Esposito begeistert mit ihrer Kunstfigur Helga Schneider seit bald 30 Jahren das Publikum. Als ehemaliges Mitglied der Frauen-Kabarett-Gruppe Acapickels hält die selbsternannte «Queen of Comedy» den Zirkus auf Trab – «sowohl Menschen als auch Tiere», wie es in der Mitteilung von Knie heisst. Die jüngsten Mitglieder der Zirkusdynastie treten im Programm 2018 ebenfalls in der Manege auf. Chanel Marie und Ivan Frédéric Knie führen Freiheitsdressuren mit zwei Lamas respektive acht weissen Araber-Pferden auf.
Quelle; Zürichsee Zeitung


Zum 100 jährigen Geburtstag erhält der Circus Knie ein neues Chapiteau

RAPPERSWIL-JONA ⋅ Der Circus Knie startet am 15. März unter dem Motto «Formidable». Pünktlich zum 100-Jahr-Jubiläum erhält der National-Circus eine neue Zeltkonstruktion.

«Ich warte», schreit ein Bub und spricht damit vielen Leuten auf dem Parkplatz von Knies Kinderzoo aus der Seele. Während der Kleine warm eingepackt im Kinderwagen liegt, arbeiten ein Dutzend Männer bei Eiseskälte daran, das Gerüst des neuen Chapiteaus des Circus Knie aufzubauen. Unter ihnen Maycol Errani; der Gatte von Géraldine Knie ist Projektleiter des Zeltumbaus und hat in den letzten zwei Jahren Tausende von Kilometern im Auto verbracht, um diesen Moment möglich zu machen. Er wisse gar nicht mehr wie oft, er nach Italien gefahren sei, um mit der Zeltherstellerfirma Anceschi zu verhandeln und zu planen, erzählt er.

Man wird sehen, ob die neue Zeltkonstruktion hält, was sie verspricht. Nämlich freie Sicht auf die Manege. Das Rezept hierfür klingt denkbar einfach: aus vier mach zwei. So werden zwei der vier Masten, welche die Hauptlast des Zirkuszelts tragen, neu durch einen Rundbogen ersetzt. 2019 sollen dann auch die beiden verbleibenden Masten durch einen zweiten Bogen ersetzt werden. Durch das neue Konstrukt konnten 54 zusätzliche Plätze realisiert werden.
Ansprüche des Publikums sind gestiegen
Neu finden bis zu 2334 Zuschauer Platz unter der Zeltkuppel. Die meisten werden die Vorstellung ohne Sichteinschränkungen geniessen können. Ein Anspruch, den der Circusfan von heute klar so formuliere, wie Fredy Knie Junior erklärt. «Früher freuten sich die Leute, einfach nur in den Zirkus zu gehen. Heute wollen sie auch auf den günstigsten Plätzen beste Sicht.» Mit dem neuen Zelt wolle man den treuen Zirkusgängern ein Geschenk machen, erklärt Maycol Errani. Es dürfte ein nicht ganz günstiges Present sein. Auf die Kosten angesprochen verweist Errani auf seinen Schwiegervater, Fredy Knie Junior. «Er ist der Chef. Aber schauen Sie, er schaut schon böse.» Und wahrlich, Knie mag nicht über Geld sprechen. «Ich sage nur so viel: Es müssen viele Leute kommen, um das Zelt zu amortisieren.»
Noch fehlt die Erfahrung
Bevor das Publikum das Zelt in Beschlag nehmen kann, muss dieses erst einmal aufgebaut werden. In den letzten zehn Jahren haben die Arbeiter um Zeltmeister Roger Mühlematter ordentlich Routine erhalten. Mit dem neuen Konstrukt fangen alle jedoch wieder bei null an. Der Aufbau werde zwei Stunden länger dauern, als dies bisher der Fall war, sagt Errani. Der Grund: Das neue Zelt verfügt über deutlich mehr Einzelteile als sein Vorgänger. «Wir werden während dieser Tournee also nicht viel Schlaf bekommen», scherzt der Projektleiter. Immerhin gastiert der Circus Knie in den kommenden acht Monaten an 38 Standorten.

Nach drei Stunden ist es endlich soweit. Mithilfe zweier Motoren und zwei Dutzend Drahtseilen wird nach den beiden Masten der Rundbogen in die Höhe gezogen. 14,5 Tonnen wiegt alles zusammen, 5,5 Tonnen mehr als früher. Befestigt wird das Kon-strukt von zahlreichen Ankern im Boden. Mit breitem Lachen schlagen sich die Anwesenden gegenseitig auf die Schulter. Am Mittwoch soll – so der Wettergott denn ein Circusfan ist – die Zeltblache installiert werden. Spätestens zur Premiere wird sich zeigen, ob das neue Chapiteau beim Publikum auf Anklang stösst.
Quelle: Tagblatt.ch


Beliebter New Yorker Circus Clown hört auf

Nach Vorwürfen der sexuellen Belästigung trat einer der beliebtesten Zirkuskünstler in den USA zurück. Der Künstler Barry Lubin soll eine damals 16-jährige dazu gezwungen haben, für pornografische Bilder zu posieren. Einer der beliebtesten Circus Künstler in den USA hat sich nach Vorwürfen der sexuellen Nötigung von seiner Arbeit für den New Yorker Big Apple Circus zurück gezogen. Circus Chef Neil Kahanovitz sagte der Zeitung "New York Times" am Dienstag, der 65-jährige Barry Lubin habe seinen Rücktritt angeboten. Der auch als "Grandma The Clown" bekannte Künstler liess über seinen Anwalt erklären, die Anschuldigungen seien wahr. Eine Luftakrobatin hatte gesagt, Lubin habe sie in der Zirkussaison 2004 in New York dazu gezwungen, für pornografische Bilder zu posieren. Sei sei damals 16 Jahre alt gewesen und zunächst für die Künstlertruppe angeheuert worden, dann habe Lubin sie aber überredet, für sein angeblich privates Fotografie-Geschäft zu modeln. In der Stellungnahme entschuldigte sich Lubin für sein Vergehen. Er übernehme die volle Verantwortung für das sexuelle Fehlverhalten, so der Berufsclown.

 


Unglück im Zirkus Barley - Tiger greift Dompteure an

Zu einem tragischen Unglücksfall ist es am Sonntag im Winterlager des Zirkus „Barlay“ in Kieve (Amt Röbel-Müritz) gekommen. Demanch wurden zwei Dompteure von einem Tiger angegriffen und erheblich verletzt. 

Der Vorfall ereignete sich nach Angaben der Polizei gegen 13.15 Uhr. Demnach befanden sich fünf ausgewachsene Tiger in einem sogenannten Auslaufgehege, welches durch einen knapp vier Meter hohen Zaun gesichert war. Außerhalb dieses Geheges befanden sich zwei Dompteure, die mit den Tigern vertraut sind. Nach bisherigen Erkenntnissen ging die 40-jährige Dompteurin dicht an das Gehege heran. Dabei langte einer der Tiger mit der Pranke durch den Metallstabzaun, erfasste sie im Bereich der rechten Gesichtshälfte und zog sie an das Gitter heran. Als ihr der 56-jährige Kollege zur Hilfe eilte, stürzte dieser unmittelbar vor dem Gitter. Der Tiger habe dann von der Frau abgelassen, wiederum mit der Pranke durch das Gitter nach dem gestürzten Dompteur gelangt und diesen an seinem linken Oberarm zu fassen bekommen. Dabei erlitt der Dompteur eine tiefe Fleischwunde. Bei Eintreffen der Polizeibeamten vor Ort wurden beide beteiligte Personen bereits durch den Rettungsdienst versorgt. Nach Angabe des Notarztes sind die Verletzungen bei beiden Personen nicht lebensbedrohlich. Sie wurden zur Behandlung in umliegende Krankenhäuser verbracht. Hinweise auf eine nicht artgerechte Haltung der Tiere liegen nicht vor.

 


Zuschauer bei Drahtseilakt schwer verletzt

Schrecksekunden in einem französischen Zirkus. Sieben Artisten balancieren gerade über ein Hochseil, als einer die Kontrolle verliert und aus mehreren Metern in die Manege stürzt. Mit ihm fallen drei weitere zu Boden. Das eigentlich Drama spielt sich in diesen Sekunden jedoch im Publikum ab. Denn eine Metallstange, die den Seiltänzern beim Balancieren hilft, knallt einem 70-jährigen Zuschauer an den Kopf. Die Artisten hingegen landen auf einem Luftkissen und bleiben unverletzt. Bernard Follet musste mit 15 Stichen genäht werden, berichtet der Nachrichtensender France 3 unter Berufung auf Familienmitglieder. Bilder des Mannes, die im Krankenhaus aufgenommen wurden, zeigen, wie er zugerichtet wurde. Rot, grün, blau – das gesamte Gesicht ist blutunterlaufen. Ein dicker Verband bedeckt die Stirn. Zu dem schmerzhaften Vorfall kam es am Wochenende in der nordfranzösischen Stadt Dünkirchen nahe der belgischen Grenze. Follets Schwiegertochter ist sich sicher, dass ein Kind bei dem Aufprall der Stange wohl gestorben wäre. Glück im Unglück? Offenbar! Denn im Umkreis des 70-Jährigen saßen tatsächlich mehrere Kinder. Die Familie des Opfers erhebt nun schwere Vorwürfe gegen den Zirkus. Weder die Sicherheitsvorkehrungen noch der Umgang nach dem Zwischenfall seien vorbildlich gewesen. Zwar seien die Akrobaten zweimal im Krankenhaus vorbei gekommen, um sich zu entschuldigen, von der Zirkus-Leitung kam jedoch nur ein schwacher Trost. Wie die Schwester Follets erzählt, habe der Direktor lediglich Freikarten zu einer weiteren Vorstellung angeboten. Wohl auch deshalb entschloss sich der Geschädigte, direkt zur Polizei zu gehen, nachdem er am Mittwoch das Krankenbett verlassen konnte. Eine Anzeige gegen den Zirkus wurde erstattet. Nun müssen Gerichte entscheiden, welche Entschädigung dem Mann zusteht. 

Quelle; Bild


Cirque du Soleil will Theater in Düsseldorf

Düsseldorf könnte bald um eine Attraktion reicher sein. Der Cirque du Soleil möchte eine Dauerspielstätte in der Landeshauptstadt, genauer: in Heerdt. Oberbürgermeister Geisel verhandelt Ende des Monats in Montréal.

Die Menschen in Düsseldorf und der Region mögen den Cirque du Soleil. Drei Mal gastierte der Sonnenzirkus in den letzten Jahren im Grafental hinter der Metro, zuletzt 2016 mit der Show "Amaluna". Die Kanadier waren mit den Gastspielen zufrieden und haben den Standort Düsseldorf genauer unter die Lupe genommen. Resultat: Der Cirque du Soleil will ein festes Theater in der Landeshauptstadt betreiben. Oberbürgermeister Thomas Geisel bestätigt die Information unserer Redaktion. "Ja, das stimmt. Wir waren schon ein wenig geschmeichelt, als der Zirkus auf uns zugekommen ist. Es geht ja auch um eine nennenswerte Investition." Geisel fliegt Ende November mit einer Delegation nach Montréal, um das Projekt in der Unternehmenszentrale des Cirque du Soleil zu verhandeln.

Die Kanadier haben sich bereits mehrere Standorte in Düsseldorf angeschaut, unter anderem die Kesselstraße im Medienhafen. Die aber ist noch nicht entwickelt und schied deswegen als Theaterstandort aus. Am Ende einigte man sich auf den Schützenplatz in Heerdt, den Simon-Gatzweiler-Platz an der Düsseldorfer Straße. "Der ganze Standort wird aufgewertet", sagt Geisel, "denn dort wird ja unmittelbar angrenzend auch das neue Schwimmbad am Rhein errichtet."
Die Ortspolitiker und die Schützen sind über das Projekt noch nicht informiert. "Da müssen erst die Zahlen, Daten und Fakten auf den Tisch", sagt Bezirksbürgermeister Rolf Tups (CDU). Er hielte es für einen Gewinn, wenn der Cirque du Soleil nach Düsseldorf käme, aber gleichzeitig müsste es dann vollwertigen Ersatz für die Schützen geben. Das werde nicht einfach. Auch hat Tups angesichts des benötigten Platzes Bauchschmerzen. "Ein paar hundert Autos sind nicht leicht unterzubringen."
Der Zirkus hat seit den neunziger Jahren sein berühmtes weißes Zelt, das "Grand Chapiteau", immer wieder in Düsseldorf aufgeschlagen. Die fantasievoll-artistischen Shows "Saltimbanco" und "Alegria" setzten Maßstäbe. Dabei blieb es. "Die Kanadier kommen sehr gerne nach Düsseldorf", sagt Grafental-Geschäftsführer Ulrich Tappe. "Hier sind die Shows dauerhaft ausverkauft, das ist nicht überall in Europa der Fall." Auch 2019 hätte der Zirkus gerne im Grafental gastiert (derzeit ist er mit "Ovo" auf Deutschland-Tour), aber das ist wegen des fortschreitenden Wohnungsbaus dann nicht mehr möglich. Offenbar erwägt man stattdessen nun, Nägel mit Köpfen zu machen. Feste Spielstätten sind für den Cirque sonst die Ausnahme, dafür stehen in der Unternehmenshistorie Namen wie Las Vegas, Tokio und Macau (China).
Quelle; RP


Knie Dynastie-Ein Musical zum 100. Geburtstag

 

Die bald 100-jährige Geschichte des Circus Knie soll 2019 als «KNIE – das Circus-Musical» in der ganzen Schweiz auf verschiedenen Bühnen gezeigt werden. Im Jubiläumsjahr will der Clown, Schauspieler und Maler Rolf Knie (68) die Geschichte der Knie-Dynastie gemäss eigenen Aussagen «auf spannende, kurzweilige und interessante Art und Weise präsentieren». Unbekannte Seiten der langjährigen Dynastie werden auf der Bühne erneut zum Leben erwacht.

Musical-Darsteller und Artisten werden gemeinsam auf der Bühne stehen und mit Gesangs- und Tanzeinlagen die Geschichte erzählen. Die Darsteller werden nun über ein Casting gesucht – eine Ausschreibung dazu erfolgt in den nächsten Tagen. Schon im Februar 2018 wird dann das Kreativteam rund um Rolf Knie die besten Kandidaten auswählen. Rolf Knie und sein Team werden das Projekt «KNIE – das Circus-Musical» Ende März 2018 erstmals der Öffentlichkeit vorstellen. Gleichzeitig wird dann auch der Ticketverkauf für die Vorstellungen in Dübendorf/Zürich, Bern und Basel eröffnet.
Eine Million Franken beantragt
In Dokumenten, die das Amt für Kultur des Kantons St. Gallens bereits letzten Mai veröffentlicht hatte, wurde schon damals bekannt, dass Rolf Knie für das Musical rund eine Million Franken aus dem Lotteriefonds beantragt hat. Ob und wie viel Geld er nun erhalten hat, darüber wird noch geschwiegen. Knie-Sprecherin Anja Walder: «Diese Zahlen und andere Fakten werden wir erst im kommenden März kommunizieren.»Rolf Knie verbrachte seine gesamte Kindheit im Zirkus. Seinen ersten Clownauftritt hatte er mit fünf Jahren. Er war bis in die Neunzigerjahre vor allem Clowndarsteller und Schauspieler, betätigte sich später auch als Kunstmaler – seine häufigsten Motive sind Szenen aus dem Zirkus.  

Quelle; Aargauer Zeitung