Presseberichte


Das Aus nach knapp 160 Jahren

Nächstes Jahr hätte der Circus Nock, der älteste Zirkus der Schweiz, sein 160-jähriges Jubiläum gefeiert. So weit kommt es nicht, wie der Circus heute mitteilte. «Wir verabschieden uns in tiefer Dankbarkeit von unserem treuen Publikum, den Zirkusfans und unseren vielen Unterstützern», heisst es. Und: «Die leuchtenden Augen unserer grossen und kleinen Zuschauer bei unseren unzähligen Auftritten und derjenigen unserer grossartigen Artisten werden für immer in unserer Erinnerung bleiben. Das Zirkusleben und die Zirkusluft werden uns fehlen.» 
Probleme mit den Standplätzen
Als Grund für das Aus nennt die traditionsreiche Zirkusfamilie finanzielle Probleme. Die Defizite seien gewachsen, «trotz einer sehr hohen Eigenfinanzierung». Auch die Standplätze bereiteten der Zirkusleitung immer mehr Probleme, heisst es in der Mitteilung mit dem Titel «Wenn Nostalgie, Professionalität und Leidenschaft allein nicht mehr ausreichen...». «Die Plätze werden kleiner, sind nicht mehr immer verfügbar und die Mietpreise sowie die behördlichen Auflagen steigen von Jahr zu Jahr», heisst es. Man komme sich höchstens noch geduldet vor. Früher hätten sich Gemeinden und Städte noch gefreut, wenn man seine Zelte aufgeschlagen habe.

Tierschützer und heisse Sommer
Der klassische Zirkus, der von März bis November durch das Land reise, habe immer grössere Konkurrenz bekommen. Zudem wolle im Sommer niemand mehr in einem heissen Zirkuszelt sitzen. Auch die zusehends strenger werdenden Auflagen in Sachen Tierschutz hätten zum Entscheid geführt. «Tierschützer kritisieren die Tiernummern und die Haltung von Tieren», schreibt die Familie. «Ein Zirkus hat heute den schwierigen Spagat zwischen Nostalgie und Innovation zu meistern», heisst es weiter. Diesen Spagat hat der Circus Nock offenbar nicht mehr geschafft. Dieses Jahr plante der Zirkus eine «Mini-Tournée». Statt von März bis November wollte man nur von Juni bis Oktober unterwegs sein. Vor allem im Heimatkanton Aargau. Von Auftritten in der West- und Innerschweiz sowie im Tessin sah man ab. Offizielle Begründung: Man wolle Geld für eine grosse Tournée zum 160-jährigen Jubiläum nächstes Jahr sparen.
Was passiert mit den Artisten?
Allerdings sticht noch ein Detail im Communiqué ins Auge, das einen kleines bisschen Hoffnung übrig lässt: Man habe entschieden, den Zirkus «bis auf Weiteres» nicht mehr weiterzuführen. Was bedeutet das genau? Kommt der Zirkus doch bald zurück? Mehrere BLICK-Anfragen blieben bisher unbeantwortet. Gerne hätte BLICK gewusst, was mit den Artisten geschieht, die sich für die Saison verpflichtet haben und wieviele Angestellte ihren Job verlieren.

Quelle; Blick


Circus Relaxx in Bietigheim

Am Waldparkplatz vor dem Hofmeister Erlebnis-Wohnzentrum in Bietigheim begrüßt der Circus Relaxx die Besucher mit einem tollen Programm. Und schon zu Beginn steigt die Spannung beim faszinierenden Seillaufen mit Artist Nock. Gemeinsam mit seinem Kollegen Stoichev schließt er die Show mit einer spektakulären Show in der Motorrad Kugel. Neben Spannung und Nervenkitzel, darf der Humor nicht zu kurz kommen, denn die Clownerie darf in keinem Circus fehlen. Deshalb sorgen im Hofmeister Ostercircus die drei Clowns Peppina, Tomate und Massimo für lustige Unterhaltung. Für weitere Lacher sorgt Clown Massimo bei seiner komödiantischen Jonglage. Tierische Unterhaltung gibt es hingegen mit der witzigen Show der Hunde und Papageien. So bietet Hofmeister den Besuchern ein buntes Programm mit vielen einzigartigen Showeinlagen, die man nicht verpassen sollte.

Circus Bonanza in Sindelfingen

Direkt vor dem Hofmeister Erlebnis-Wohnzentrum in Sindelfingen präsentiert der Circus Bonanza sein Circus-Programm. Zur Eröffnung der Manege begeistern die Darsteller mit einer lustigen Kleintiernummer mit Schweinen, Ziegen, Hunden und vielen weiteren Tieren. Viel zu lachen gibt es auch bei der Clown-Show, denn hier bleibt kein Auge trocken. Eine einzigartige Akrobatik bietet die Nummer „Hand auf Hand“ des Duos Paschenko. Mit viel Eleganz und ausgezeichneten Körpergefühl zeigen Miss Galina und Miss Maria ihr Können in den Nummern „Poleakt“ und „Leiterbalance“. Für einen spektakulären Abschluss sorgt nochmals das Duo Paschenko mit einer atemberaubenden Luftakrobatik. Im Hofmeister Ostercircus in Sindelfingen verspricht das Programm super Abwechslung für die ganze Familie.



Neues Circuszelt sorgt für freie Sicht in die Manege

Zwei Rundbögen, mehr Zuschauerplätze und keine störenden Masten, die den Blick auf die Artisten versperren: Das neue Zirkuszelt der Familie Knie ist da. Beim Aufbau zählt neu jeder Millimeter.

Man sieht sie schon von weitem: Die roten Zeltspitzen, die in den Himmel ragen, rot-weiss, um genau zu sein, und sie verkünden: Es ist wieder Zirkuszeit in Rapperswil. Seit wenigen Tagen steht das Zelt des Zirkus Knie auf dem Areal neben dem Kinderzoo. Nagelneu ist es, vor kurzem erst vom Zeltbauer in Italien eingetroffen. Es ist jenes gross angekündigte Geschenk, das sich der Zirkus zu seinem 100-Jahr-Jubiläum von seinen Fans via Crowdfunding hat schenken lassen (diese Zeitung berichtete). Nun also ist es da, will bestaunt, erkundet, genau betrachtet werden. Was ist neu, was ist anders? Antworten auf diese Fragen hat Zirkusdirektor Fredy Knie junior. Zur Präsentation des neuen Zirkuszelts hat er die Journalisten direkt in die Manege eingeladen. Hinter ihm das Sägemehl, neben ihm der Zeltverantwortliche Maycol Errani, hoch oben die Scheinwerfer, die gerade ihre ersten Testläufe hinter sich haben.
Die Sitze sind verschoben
Neu sind vor allem die beiden Rundbögen, führt Knie aus. Sie ersetzen die vier Masten, die bisher die Hauptlast des Zelts trugen. Innen drin hat dies einen entscheidenden Vorteil: «Alle Zuschauer haben freie Sicht in die Manege – sogar von den hintersten und billigsten Plätzen aus», sagt Knie. «Jetzt kann sich keiner mehr beschweren und sagen, er habe einen störenden Masten vor der Nase.» Apropos Plätze: Diese sind im neuen Zelt zahlreicher. 2200 waren es bisher, neu können 2340 Personen eine Vorstellung besuchen. Die Sitzreihen sind zudem nicht mehr direkt hintereinander angeordnet, sondern verschoben. Dies, damit vor allem kleine Zirkusgäste gut nach vorn blicken können. Die sei ein Wunsch vieler Besucher gewesen, schildert Knie. Neu sind zudem technische Details: zum Beispiel ferngesteuerte Scheinwerfer hoch oben im Chapiteau und eine Klimaanlage. «Grosse Ventilatoren unter den Stuhlreihen sorgen für kühle Luft», sagt Knie. Damit sei der Zirkus auf eine mögliche, weitere Hitzewelle im Sommer gerüstet.
Jeder Handgriff muss sitzen
Eine Herausforderung ist das neue Zelt für den Aufbau – zumindest für die ersten Durchläufe, sagt Maycol Errani. Rund zwei Stunden länger als bisher habe dieser in Rapperswil gedauert. Und: Jeder Schritt muss genau sitzen. Für Markierungen auf dem Boden, die bisher mit Farbe gemacht wurden, braucht es neu Lasergeräte. «Ein, zwei Zentimeter daneben, und es funktioniert nichts mehr», sagt Errani. Trotz modernster Technik brauche es sechzig Mitarbeiter für den Aufbau.
127 Fans mit Namen verewigt
Für das neue Zirkuszelt haben knapp 500 Personen beim Crowd-funding mitgemacht. So sind insgesamt 254 101 Franken zusammengekommen. «Das ist sehr grosszügig», sagt Fredy Knie, «das Schweizer Publikum ist sehr mit uns verbunden.» Zu den kritischen Stimmen, die laut geworden waren, sagt Knie: «Es war keine Bettelaktion. Für uns ist es viel eher eine moderne Art der Kundenbindung». Wer dem Zirkus mehr als 500 Franken spendete, ist mit seinem Namen auf dem neuen Zelt verewigt – laut Knie sind dies 127 Personen.
Quelle; Südostschweiz


Circus Nock hat 2019 Grosses vor

Der älteste Zirkus der Schweiz, der Zirkus Nock, möchte seinem Publikum nächstes Jahr eine grosse Show zeigen. Die Vorbereitungen laufen bereits. Um im nächsten Jahr bereit zu sein, wird die diesjährige Tournee drastisch verkürzt. Nur vier statt wie bisher acht Monate ist der Zirkus in diesem Jahr unterwegs. Das Winterquartier in Oeschgen wird dieses Jahr länger das zu Hause des Zirkus Nocks sein. Erst im Juni statt wie anhin im März beginnt der Zirkus Nock seine Tournee. Der Aargauer Zirkus will die Zeit nutzen, um sich intensiv auf das Jubiläum nächstes Jahr vorzubereiten. Er will dem Publikum 2019 etwas Spezielles bieten. «Wir möchten bei den Besuchern die Freude am Zirkus wieder erwecken», sagt Verwaltungsratspräsident Hanspeter Schück. «Der Zirkus Nock ist ein Zirkus für Familien», sagt Hanspeter Schück. Es sei wichtig, dass man sich von den anderen 25 Zirkussen und Varietés in der Schweiz unterscheide. Man gehe auch vermehrt auf Schulen und Kitas zu. Auf der diesjährigen Tournee wird der Zirkus in weniger Regionen als bis anhin unterwegs sein. In den Kantonen Aargau und Solothurn wird er aber weiterhin präsent sein. Zum ersten Mal heisst es dann im Juni in Frick: «Vorhang auf – Manege frei».
Quelle; SRF


Circus Royal präsentiert 2019 Löwen

Nun ist es definitiv: Der Traditions-Circus Royal bringt die Löwen zurück ins Programm, wie es in einer Mitteilung heisst. In der diesjährigen Tournee wolle man zusammen mit Thomas Lacey zwei normale und eine weisse Löwin zeigen. Lacey ist kein Unbekannter: Er ist der Bruder von Martin und Alex Lacey, die international als Raubtier-Dresseure bekannt sind. Die Tiere stammen aus dem deutschen Circus Krone, einem der grössten Zirkusse Europas.
Der verstorbene Gasser wollte es so

Die Organisatoren schreiben, dass es der letzte Wunsch des im August 2018 verstorbenen Zirkus-Direktor Peter Gasser (†61) gewesen sei, dass man den Circus Royal «in seinem Sinne» weiterführt. Dass dazu auch wieder die Raubtiere gehören, überrascht. Tierschützer kritisierten Royal immer wieder dafür und versuchten gar mit juristischen Mitteln, die «Löwen-Nummer» einzustellen. Die Staatsanwaltschaft in St. Gallen sah das 2016 jedoch anders und verzichtete auf eine Stafuntersuchung wegen Tierquälerei. Dies, weil der Tatbestand der Tierquälerei eindeutig nicht erfüllt war.

Knie zeigt keine Löwen mehr

Solche Proteste konnte sich der Schweizer National-Circus Knie ersparen. Seit 2004 verzichten die Rapperswiler auf Grosskatzen in der Manege. «Wegen des oft beschränkten Platzangebotes vor Ort wäre eine optimale Raubtierhaltung nur an sehr wenigen der jährlich rund 40 Gastspielorte möglich», so Fredy Knie jun. (72). Thema dürfte auch die Gefahr der Raubkatzen sein: Auch die beste Dressur kann sie nicht zu braven Kätzchen machen! 1990 wurde etwa der Schweizer Dopteur René Strickler von einer Tigerin angesprungen, die sich in seinem Oberschenkel festbiss.  Strickler, der lebensgefährlich verletzt wurde und monatelang arbeitsunfähig blieb, rechtfertigte Jahre später den Tigerangriff: «Raubkatzen sind keine Killer, sondern sensible und anmutige Lebewesen mit leistungsfähigen Verteidigungswaffen.» Das sei ihr biologisches Erbe, wer dagegen verstosse, bekomme es zu spüren. 
Quelle; Blick


Circus Nock verkürzt Tournee massiv

Der Traditionszirkus lässt 2019 viele Landesregionen aus. Man spart Ressourcen für die Jubiläumssaison 2020.

Einst, als die «Tagesschau» noch in Schwarzweiss über den Bildschirm flackerte, war schon das Eintreffen mit der Tierparade durch das Dorf das Ereignis des Jahres. Heute ist der Zirkus nur noch ein Angebot unter vielen anderen. Dies spürt auch der Circus Nock, der nächstes Jahr sein 160-Jahr-Jubiläum feiert. «Die vergangene Saison war schwer für uns», sagt Zirkusdirektorin Franziska Nock. Der Trend der rückläufigen Besucherzahlen konnte nicht gestoppt werden. Nachdem der älteste Zirkus der Schweiz in der Saison 2017 einen Rückgang der Besucherzahlen von rund fünf Prozent verzeichnen musste, suchten in der vergangenen Saison abermals fünf Prozent an Besuchern weniger das Chapiteau auf.

Dies und die Suche nach neuen Ideen für die Jubiläums-Tournee 2020, die bei einer breiteren Masse wieder die Lust am Zirkus wecken soll, hat Konsequenzen für die Saison 2019. «Wir werden unsere kommende Tournee leider verkürzen müssen», sagt Franziska Nock. «Wir bitten unsere Fans und langjährigen Supporter um Verständnis.» Dauerte die Tournee in der Vergangenheit für gewöhnlich von März bis November an, so wird der Circus Nock in diesem Jahr nur von Juni bis Oktober mit seinen Artisten und Tieren die Schweiz bereisen. «Wir konzentrieren uns bei unseren Tournee-Orten auf unseren Heimatkanton Aargau, angrenzende Orte sowie das Engadin, in dem wir liebevoll als ‹Engadiner Nationalzirkus› bezeichnet werden», sagt Franziska Nock. Bisherige Auftrittsorte in der West- und Innerschweiz sowie im Tessin werden nur in diesem Jahr nicht bereist.

Verkürzung nur vorübergehend

Der Entscheid, die Tournee um vier Monate zu verkürzen, sei ihr nicht besonders schwergefallen, so Franziska Nock. «Wir machen dies, weil wir einfach die finanziellen und zeitlichen Ressourcen brauchen, um für die Jubiläumstournee ein hochkarätiges Programm auf die Beine zu stellen.» Zudem – als positiver Nebeneffekt – tue es nach all den Jahren auch mal gut, sich ein wenig länger ausruhen zu können.

Doch bereits im Jubiläumsjahr 2020 wolle man wieder die regulären acht Monate auf Tournee gehen, sagt Franziska Nock. Erst für das Jahr 2021 sind weitere Veränderungen hinsichtlich des Terminkalenders angedacht. «Denkbar wäre es, im Sommer eine vierwöchige Pause während der Tournee einzulegen.»

Diese Überlegung findet vor dem Hintergrund statt, dass gerade die vielen heissen Nachmittage im letzten und vorletzten Sommer die Besucher vom Zirkuszelt ferngehalten haben. «Das ist schade, wenn man die Manege betritt und auf leere Ränge blickt. Es tut auch ein wenig weh, schliesslich stecken wir viel Arbeit und Herzblut in die Zusammenstellung unserer Show», so Franziska Nock. Sie betont dies auch, weil der Circus Nock im letzten Jahr vom Kanton 70'000 Franken aus dem Swisslos-Fonds erhielt – Geld, das ausschliesslich für die Zusammenstellung des damaligen Programmes der Show «bravo bravissimo» investiert wurde.

Die Tradition verpflichtet

Franziska Nock, die zusammen mit ihrer Schwester Alexandra in siebter Generation an der Spitze des ältesten Zirkus der Schweiz steht, kann nicht verhehlen, dass sie zuweilen den Druck verspürt, das Familienunternehmen erfolgreich durch das nächste Jahrzehnt zu führen. Einen Zweifel daran, dass ihr das gelingt, hat sie jedoch nicht: «Der Circus Nock wird auch in zehn Jahren als kulturelle Institution sein Publikum begeistern, wenn vielleicht auch in anderer Form», ist sie sich sicher.

Quelle; Aargauer Zeitung


Trauer beim Circus Royal - Ex-Chef Peter Gasser (61) gestorben

Peter Gasser (†61) ist tot. Er sei überraschend verstorben, heisst es in einer Mitteilung der Familie Gasser und des Circus Royal von heute Donnerstagnachmittag. Dies meldet die Nachrichtenagentur SDA.

In der Zirkuswelt sei Gasser eine herausragende Persönlichkeit gewesen, so die Mitteilung weiter. Gegenüber BLICK sagt ein Sprecher des Zirkus: «Es herrscht grosse Betroffenheit und wahnsinnige Trauer in der ganzen Belegschaft.» Gasser sei so ein lustiger, hilfsbereiter und warmherziger Mensch gewesen. Vor anderthalb Wochen hatte Oliver Skreinig (39), Gassers Ex-Freund und heutiger Direktor des Circus Royal, im BLICK-Interview gesagt: «Es geht ihm sehr schlecht!»

Konkurs und Neugründung

Peter Gasser stammte aus der Schweizer Zirkusdynastie Gasser und ist zusammen mit seinen Brüdern im Betrieb des Circus Royal aufgewachsen, der 1963 von seiner Grossmutter gegründet wurde. Von 1999 an war Gasser Eigentümer und Geschäftsleiter des Circus Royal. Beim Wirbel um den Konkurs der Betriebsgesellschaft Circus Royal Betriebs GmbH von Anfang Juli hatte Direktor Skreinig von einer schweren Erkrankung von Peter Gasser berichtet: Sein früherer Geschäfts- und Lebenspartner sei schon länger nicht mehr in der Lage, sich um das Geschäft zu kümmern, sagte Skreinig damals. Mittlerweile gibt es eine neue Betriebsgesellschaft, die Circus Royal GmbH.
Quelle; Blick


Der Schweizer National-Circus Knie feiert 2019 das 100-Jahr-Jubiläum. Bei der Deutschschweizer Tournee sind Viktor Giacobbo und Mike Müller dabei.

Der Schweizer National-Circus hat die 100-Jahr-Feierlichkeiten heute Mittag mit einem Knüller lanciert: Viktor Giacobbo (66) und Mike Müller (54) sind die Stargäste des Jubiläumsjahres 2019 und auf der ganzen Deutschschweizer Tournee dabei. Sie werden ihre Spässe jeweils am Abend zwischen den einzelnen Nummern treiben, in den Nachmittagsvorstellungen sollen verstärkt Clowns die Kinder in Bann ziehen.

Für Giacobbo ist es eine Rückkehr an eine bereits liebgewonnene Stätte – er war schon 2006 als Stargast eine Saison mit dem Knie unterwegs. Die beiden Spassvögel konnten es nicht lassen, schon während der Pressekonferenz mit den Witzen zu beginnen. «Möglicherweise wird es 2020 dann gar kein Programm mehr geben, nachdem wir dran waren», prophezeihte etwa Giacobbo. Und auch Müller gibt sich nicht gerade optimistisch: «Wir danken dem Zirkus Knie für das grosse Risiko, das sie eingehen.» Erwarten kann man von dem Duo die Art von Satire, die auch ihre SRF-Sendung zu einem Erfolg machte: «Wir werden gesellschaftliche und politische Sachen mit ins Programm nehmen.»

Der Vorverkauf beginnt ab jetzt. «Wir sind euphorisch und haben wahnsinnig viel vor», sagte Fredy Knie jr. (71) bei der Präsentation der beiden Komiker an einer Pressekonferenz auf der Berner Allmend. Neben dem Komiker-Comeback ist ein rassiges Potpourri aus neuen Nummern und Best-of-Elementen geplant. Zurzeit laufen Sitzungen mit internationalen Choreografen und Kostümdesignern. Weitere Elemente der 100-Jahr-Feierlichkeiten: Hinter den Kulissen laufen die Recherchen für ein Jubiläumsbuch, verfasst von den ehemaligen Pressechefs Peter Küchler und Chris Krenger. Er erscheint pünktlich auf den Tourstart im nächsten Frühling, kann aber bereits jetzt bestellt werden. Im Weiteren wird ein Crowdfunding für ein neues Zelt gestartet, auf dem sich die Leute mit Namen verewigen können. «Grundsätzlich sind wir sehr stolz, dass alle von uns angefragten Beteiligten sofort zugesagt haben. Der Goodwill gegenüber dem Knie ist gross. Das macht uns sehr stolz.»
Quelle; Blick


Clown Spidi mit 51 Jahren gestorben

Der Kleinste war der Grösste: Nun ist Clown Spidi, das Original von Circus Knie, im Alter von 51 Jahren gestorben. Dies berichtet der Schweizer National-Circus Knie in einer Mitteilung. Spidi, der bürgerlich Peter Wetzel hiess, wählte am Donnerstagabend in Aarau den Freitod.

«Wir sind unendlich traurig»

Die Familie Knie, alle Artisten und Mitarbeitenden trauern um den Haus-Clown und wollen ihm ein «ehrenvolles Andenken» bewahren. Géraldine Knie (45), Artistische Direktorin des Circus Knie, traf der Tod des ikonischen Clowns hart. «Für uns ist es ein Riesenschock. Es ist ein unfassbares Drama und wir sind unendlich traurig. Diese Trauer wird noch lange andauern», sagt sie unter Tränen zu Blick am Abend. «Sein plötzlicher Tod hat mich schwer getroffen. Seit 25 Jahren war er mit uns, er war ein Teil der Familie. Spidi war ein enger Freund und ein speziell liebenswürdiger Mann.» Mit seinem plötzlichen Tod habe niemand gerechnet. «Nur wenige Stunden vorher haben wir noch zusammen gelacht. Wir sassen zusammen und hatten es lustig», so Knie. Umso grösser sei der Schock gewesen, als sie gestern um 19.30 von Spidis Tod erfuhr. Über die genauen Umstände seines Todes will sie nicht sprechen. «Es ist im Moment nicht wichtig. Wir wollen ihn so in Erinnerung behalten, wie wir ihn kannten und liebten.»

«Mein Herz ist gebrochen»

Dass Peter Wetzel mit Problemen kämpfte oder unglücklich war, habe sie nicht mitbekommen. «Diese andere Seite von ihm kannten wir nicht. Ich habe nie etwas gemerkt. Dabei war er immer offen zu mir und erzählte mir alles.» Sie waren gut befreundet, pflegten ein enges Verhältnis. «Immer, wenn wir zusammen waren, sagte er: Ich habe dich ganz fest gern. Und ich sagte: Ich dich auch. Das war unser kleines Ritual. Mein Herz ist gebrochen.»

Auch für ihre drei Kinder sei der Verlust schlimm. «Sie verstanden die Welt nicht mehr. Er schenkte ihnen zur Geburt kleine Glücksbringerli. Das zeigt, was für ein grosses Herz er hatte.» Der Aargauer, der bereits als kleiner Bub Clown werden wollte, hinterlässt seine Mutter und seine Schwester. Die geplante Vorstellung des Circus Knie wird heute Abend in Aarau durchgeführt. «Der Circus war sein Zuhause und seine Familie. Wir stellen ihm heute Abend ein Foto auf seinen Platz. Er hätte es sich so gewünscht», so Knie. 

Heute Morgen sagte Géraldine Knie über ihren verstorbenen Freund: «Unser Maskottchen ist nicht mehr». Im Netz wurde sie für ihre Wortwahl kritisiert. Gegenüber «Nau» entschuldigt sie sich für die Bezeichnung des kleinwüchsigen Clowns:«Maskottchen ist niemals abwertend gemeint.»
Quelle; Blick


Wertschätzung für Tradition - Circus Nock erhält Geld aus Swisslos Fonds

Der Circus Nock erhält 70'000 Franken aus dem Swisslos-Fonds für seine aktuelle Produktion «bravo – bravissimo».

58 Kulturprojekte im Kanton Aargau erhalten im zweiten Quartal 2018 einen Beitrag oder eine Defizitgarantie aus dem Swisslos-Fonds. Insgesamt hat der Regierungsrat fast 1,7 Millionen Franken gesprochen. Einer der grösseren Beträge geht dabei ins Fricktal. Der Circus Nock erhält für sein aktuelles Programm «bravo – bravissimo» 70 000 Franken. In Bern, wo der Circus Nock noch bis heute gastiert, ist die Freude über den Entscheid gross. «Er zeigt uns, dass der Zirkus vom Kanton Aargau als eines der ältesten Kulturgüter anerkannt und geschätzt wird», sagt Nock-Mediensprecherin Andrea Weiss.

Sie sieht im Beitrag aus dem Swisslos-Fonds auch eine «Wertschätzung für die 158-jährige Familientradition des Circus Nock». Aufgrund der stetig steigenden Produktionskosten werde es für einen Zirkus «in unserer Grösse und Qualität» immer schwieriger zu überleben, so Weiss weiter. Um dem Publikum weiterhin eine gute Show bieten und die Familientradition weiterführen zu können, «sind wir für diese grosszügige Unterstützung sehr dankbar».Wie Weiss weiter ausführt, hat der Circus Nock dieses Jahr erstmals einen Antrag auf Unterstützung eingereicht. «Wir sind der Meinung, dass so ein traditionelles Kulturgut in der heutigen digitalen Welt nicht verschwinden darf», betont die Nock-Sprecherin. Dies sei neben den steigenden Produktionskosten der Grund gewesen, weshalb sich der Circus Nock um die Unterstützung durch den Swisslos-Fonds bemüht habe.Mercedes Lämmler, wissenschaftliche Mitarbeiterin beim kantonalen Departement für Bildung, Kultur und Sport, sagt: «Dem Kanton ist das Weiterbestehen der zwei grossen Aargauer Zirkusse wichtig.» Deshalb habe man den Circus Nock und den Circus Monti mit Beiträgen unterstützt.

Positives Feedback des Publikums

Nach knapp drei Monaten auf Tournee ist das Feedback des Publikums laut Weiss positiv. Am meisten Reaktionen zeigten sich jeweils beim fliegenden Trapez und dem «Globe of Death», der Nummer, in der sechs Motorräder in einer Kugel fahren. Trotz dem positiven Feedback seien die Besucherzahlen jedoch eher rückläufig, fügt die Nock-Sprecherin an. Das habe wohl auch mit einem Überangebot an Events und Freizeitmöglichkeiten zu tun. Im Juli und August gastiert der Circus Nock hauptsächlich im Tessin und im Kanton Graubünden. In die Region kehrt er ab Mitte September zurück. Bis zum Saisonende folgen dann Gastspiele in Windisch, Basel, Liestal und Aarau.

Quelle; Aargauer Zeitung


Tödlicher Unfall beim Cirque du Soleil

Bei einer Vorführung des Akrobatik-Ensembles «Cirque du Soleil» ist es zu einem traurigen Zwischenfall gekommen. Ein Mitarbeiter stürzte während der Show schwer und erlag wenig später seinen Verletzungen. Während einer Vorstellung des Cirque du Soleil in Tampa im US-Bundesstaat Florida ist es zu einem tragischen Zwischenfall gekommen. Ein Artist stürzte während der Vorführung schwer und erlag wenig später seinen Verletzungen. Er fiel bei einer Nummer, bei der er an Bändern über der Bühne hing. Der Unfall ereignete sich laut «Fox News» am Samstagabend. Über Twitter bestätigte der Cirque du Soleil den Tod eines Artisten. Es handle sich dabei um den Franzosen Yann Arnaud, einem Ring-Turner mit 15-jähriger Erfahrung bei dem kanadischen Akrobatik-Ensemble. «Die ganze Familie des Cirque du Soleil steht unter Schock und ist von dieser Tragödie erschüttert. Yann Arnaud war seit über 15 Jahren bei uns und wurde von allen geliebt, die die Chance hatten, ihn kennenzulernen», heisst es in einer Mitteilung. Augenzeugen des Vorfalls schildern, dass Arnaud rund vier Meter über dem Boden turnte, als es zum Sturz kam. Als sich die ersten Rettungskräfte um ihn kümmern konnten, habe er bereits regungslos am Boden gelegen und keinerlei Reaktionen mehr gezeigt. Zwei noch ausstehende Auftritte in Tampa wurden abgesagt. Bereits 2013 war eine Akrobatin des Cirque du Soleil ums Leben gekommen, als sich ihre Sicherheitsleine während einer Aufführung löste.

Quelle; Blick


Beliebter New Yorker Circus Clown hört auf

Nach Vorwürfen der sexuellen Belästigung trat einer der beliebtesten Zirkuskünstler in den USA zurück. Der Künstler Barry Lubin soll eine damals 16-jährige dazu gezwungen haben, für pornografische Bilder zu posieren. Einer der beliebtesten Circus Künstler in den USA hat sich nach Vorwürfen der sexuellen Nötigung von seiner Arbeit für den New Yorker Big Apple Circus zurück gezogen. Circus Chef Neil Kahanovitz sagte der Zeitung "New York Times" am Dienstag, der 65-jährige Barry Lubin habe seinen Rücktritt angeboten. Der auch als "Grandma The Clown" bekannte Künstler liess über seinen Anwalt erklären, die Anschuldigungen seien wahr. Eine Luftakrobatin hatte gesagt, Lubin habe sie in der Zirkussaison 2004 in New York dazu gezwungen, für pornografische Bilder zu posieren. Sei sei damals 16 Jahre alt gewesen und zunächst für die Künstlertruppe angeheuert worden, dann habe Lubin sie aber überredet, für sein angeblich privates Fotografie-Geschäft zu modeln. In der Stellungnahme entschuldigte sich Lubin für sein Vergehen. Er übernehme die volle Verantwortung für das sexuelle Fehlverhalten, so der Berufsclown.